Zukunft mitgestalten …

… wollen wir weiterhin für die Menschen im krisengeschüttelten Kambodscha. Deshalb unterstützen wir erneut das Hilfsprojekt „Smiling Gecko“.

Innsbruck, am 09. Dezember 2019 – Mit unserer diesjährigen Weihnachtsspende führen wir die Planung eines Bio-Lebensmittel-Produktionsbetriebs für das außergewöhnliche Clusterprojekt „Smiling Gecko” in Kambodscha auf die nächste Stufe. Wir spenden die integrale Vorentwurfsplanung und den Know-how-Transfer für die weiterführende Planung vor Ort und wollen so die Nachhaltigkeit unserer Hilfe sicherstellen.

Rückblick und Ausblick
Im Jahr 2012 begegnet Hannes Schmid einem Slum-Mädchen – ihr Vater hatte es mit einem Schweißbrenner entstellt und als Bettel-Puppe verkauft. Die Tragik dieser Geschichte, die längst kein Einzelschicksal ist, nimmt der Schweizer Fotokünstler zum Anlass und gründet Smiling Gecko. Er kauft ein ca. 9 Hektar großes Grundstück im Norden von Phnom Penh, um verarmten Familien aus der Stadt am Land wieder eine neue Lebensgrundlage zu geben. 

Heute finden ca. 300 Familien bei Smiling Gecko und aus der Umgebung auf dem mittlerweile 120 ha großen Areal in der biologisch geführten Landwirtschaft ein sicheres Einkommen. Das Gesamtprojekt basiert auf vielen Säulen – eine davon ist die nach modernsten landwirtschaftlichen Gesichtspunkten geführte Hühner- und Schweinezucht. Jede Familie erhält aus dessen Bestand Küken und Ferkel zur eigenen Aufzucht. Nur ein kleiner Teil davon dient der Selbstversorgung, der größere Teil wird in der Hauptstadt verkauft. Mit dem daraus erwirtschafteten Geld bezahlen sie die Pacht für ihr Zuhause und die Bildung ihrer Kinder in der projekteigenen Schule.

Seit Mitte August betreibt „Smiling Gecko" zwei Organic Farmhouse Shops in Phnom Penh. Diese dienen als zusätzliche Absatzmöglichkeit und stabile Einkommensquelle. „Das Bio-Fleisch ist in der Hauptstadt sehr begehrt. Die Nachfrage ist groß, sodass es nun eine professionelle Metzgerei braucht, um das Fleisch der nachhaltig gezüchteten Hühner, Schweine und später auch der Fische gewinnbringend und nach höchsten Qualitäts- und Hygienestandards verarbeiten zu können”, sagt der ATP-Architekt Georg Lanza. Das Konzept und den Masterplan dafür spendeten die Food-Consultants von ATP bereits im Rahmen der letztjährigen Weihnachtsspende. Im Sinne der Nachhaltigkeit dieser Hilfe begleiten sie das Projekt in diesem Jahr mit Know-how-Transfer weiter.

Verantwortung zeigen und Wissen teilen
In einer einwöchigen Klausurarbeit wollen wir gemeinsam mit Vertreter_innen der lokalen Planungsabteilung die integrale Vorentwurfsplanung erstellen”, erklärt Lanza, der das Projekt für ATP mit Leidenschaft und Engagement leitet. „Ziel ist es, das Know-how, das in den Plänen steckt, auch weiterzugeben.” Er ist davon überzeugt, dass die einfache, physische Übergabe der Pläne dem Projekt nicht gerecht werden würde. „Darum ist das Projekt so einzigartig. Geld allein macht die Menschen vor Ort höchstens abhängig. Nachhaltig ist unsere Hilfe, weil wir unser Wissen teilen”, beschreibt er den Kern der Zielsetzung.

Das simultane Blockseminar soll im Frühjahr 2020 stattfinden, sodass dann vor Ort die Ausführungsplanung starten kann. „Idealerweise wird das Fundament noch vor Einbruch des Monsun im Winter fertiggestellt”, so Lanza zum groben Zeitplan, der sich den vorhandenen Geldmitteln unterordnet. „Wenn dann alles gut läuft, könnte die Metzgerei bereits Anfang 2022 in Betrieb gehen.

Der Masterplan kann etappenweise umgesetzt werden – sobald Geldmittel zur Verfügung stehen, soll eine eigene Wurstproduktion hinzukommen. Plan: ATP
Der Masterplan für den Biobetrieb kann etappenweise umgesetzt werden – sobald Geldmittel zur Verfügung stehen, soll eine eigene Wurstproduktion hinzukommen. Foto: ATP
Auf dem mittlerweile 120 ha großen landwirtschaftlichen Areal leben derzeit ca. 300 Familien. Foto: Smiling Gecko
In der nach biologischen Richtlinien geführten Landwirtschaft finden sie ein sicheres Einkommen. Foto: Smiling Gecko

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