Rijeka Open City Project

Studierende der TU Wien präsentieren bei ATP Wien innovative Konzepte für die kroatische Hafenstadt.

Wien, am 23. Januar 2019 - Wie für das Leben im Allgemeinen gilt auch für den Wissenstransfer: Es ist ein Geben und ein Nehmen. Ein Prinzip, das zwischen ATP und der Technischen Universität Wien in Best-Practice-Manier gelebt und künftig noch intensiviert werden soll. Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Delta” folgten Studierende des Instituts für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen einer gemeinsamen Einladung zum Expertengespräch in die Räumlichkeiten von ATP Wien unweit der TU.

Die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Unternehmen ist von enormer Bedeutung und für beide Seiten sehr befruchtend. Kooperationen aus Wissenschaft und Wirtschaft sichern Studierenden den wertvollen Bezug zur Realität und Unternehmen wie ATP Zugang zur oft unbändigen Kreativität, die an der Universität herrscht", berichtet Robert Tomic. Der Universitätslektor an der TU Wien ist gleichzeitig Teamarchitekt bei ATP Wien und so mit beiden Seiten bestens vertraut. Er nutzt die Synergieeffekte sowohl in der Lehre als auch in der Praxis.

So geschehen auch für „Delta” - das fünfte in einer Reihe von „Entwerfen-Projekten” aus dem Lehrveranstaltungsangebot der TU Wien, das Robert Tomic zusammen mit Christoph Luchsinger (ETH Zürich) initiiert hat. Aufgabe der Studierenden war es, im Rahmen der Veranstaltung ein städtebaulich-architektonisches Konzept zur längst überfälligen Wiederbelebung der künstlichen Insel „Delta” in der kroatischen Hafenstadt Rijeka zu entwickeln. Dieses soll dann auch an die Stadt übergeben werden.

Ihre im Sommersemester erarbeiteten integralen Vorentwürfe durften die angehenden Architekten nun unter den scharfen Augen und offenen Ohren der Expert_innen von ATP präsentieren. Design-Chef und ATP-Partner Dario Travaš, Tragwerksplaner Martin Krautgartner und Architektin Birgit Reiterer lobten das „revolutionäre Denken der Studierenden” ebenso wie die „realistische und realisierbare Konzeption für die so dringend benötige Entwicklung der Stadt”, die aufgrund kontinuierlicher Abwanderung wirtschaftlich stagniert.

Im Anschluss an die intensive Feedbackrunde wurden die Studierenden durch die verschiedenen Studios im ATP-Büro geführt. Dort konnten sie aus nächster Nähe beobachten, wie Architekt_innen, Tragwerksplaner_innen und Ingenieur_innen der Technischen Gebäudeausrüstung integral und unter einem Dach zusammenarbeiten.

Der Besuch im ATP-Büro hat meine Studierenden sehr motiviert und schwer beeindruckt. Das Feedback der Expert_innen inspiriert sie, weiter hart daran zu arbeiten, ihre Projekte für Rijeka 2020 in die Tat umzusetzen”, so Robert Tomic.

INFO
Rijeka Open City zur Europäischen Kulturhauptstadt 2020

Delta ist eine künstliche Insel, die nie ihr eigenes Potenzial erreicht hat. Im Laufe der Zeit gab es verschiedene Ansätze, dies zu ändern: Im Jahr 1948 zum Beispiel sollte Delta - durch den Bau von repräsentativen Gebäuden und Grünanlagen - an die beiden Städte Sušak und Rijeka angebunden werden. Die ursprüngliche Idee bestand aus einem Sport- und Erholungsgebiet, das die vorhandene Stadtstruktur durch den Bau parkähnlicher Sportanlagen ergänzen sollte, wobei die Küste von Delta für die Erholung der Bürger vorgesehen war. Da dies nie passiert ist, wird Delta auch heute noch teilweise für den Hafen, Lagerhäuser und Parkplätze genutzt, die das wahre Potenzial der Insel verschwenden. Aufgabe ist es, ein städtebaulich-architektonisches Konzept für die Entwicklung der Insel Delta und von Porto Baros in Rijeka zu entwerfen, das stark genug wäre, Delta endlich wieder zu beleben. Darüber hinaus ist es Ziel, ein konkretes Projekt zu planen, das möglicherweise, aber nicht notwendig, auf den bisherigen Konzepten der Rijeka-Entwerfen am Fachbereich Städtebau beruht.

Dario Travaš und Birgit Reiterer motivierten die Studierenden, das große Ganze in drei Dimensionen im Blick zu behalten. Rijeka benötige dringend gute Ideen. Foto: TU Wien
Martin Krautgartner ist von der Realisierbarkeit der von den Studierenden entwickelten Projekte überzeugt. Foto: TU Wien
Robert Tomic (im Bild rechts) initiierte die gemeinsame Veranstaltung. Foto: TU Wien

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