Pflegezentrum Mikado

1. Preis, privater Studienauftrag in zwei Phasen

ATP Zürich gewinnt den Studienauftrag der Stiftung „Amalie Widmer“ zur Sanierung und Erweiterung des Pflegezentrums Mikado in Horgen, Schweiz. Ziel der Modernisierung ist, den aus mehreren, zu verschiedenen Zeitpunkten erbauten Gebäudekomplex an zeitgemäße Standards anzupassen und ein großzügiges, wohnliches Zentrum zu schaffen. Das Konzept von ATP Zürich verdichtet einerseits den Bestand zu einem kompakten, effizienten Gebäudevolumen und nutzt andererseits die Lücke zwischen Heim und Wohnhaus sowie die Fläche über dem Anlieferungshof zur Erweiterung ohne zusätzliche Flächenversiegelung.

Das Innenleben des Pflegezentrums erhält lichtdurchflutete Aufenthaltsräume, nach außen orientierte Gemeinschaftsbereiche und freigestellte, innenliegende Baukörper, die wie ein Dorf gestaltet sind. Dies ermöglicht variantenreiche Spaziergänge. Die Gemeinschaftsbereiche gewähren einen Rundumblick auf Zürichsee, Stadt und Albiskette. Auf dem brachliegenden Dach der Säle im Süden entsteht der „Demenzgarten“ der Demenzabteilung mit interner Spaziermöglichkeit und Weitblick auf die Umgebung.

„Unser Ziel ist es, qualitativ gleichwertige Zimmer mit Nasszellen in allen Trakten anzubieten und ein Konzept zu schaffen, das sich auch auf alle anderen Bewohnerunterkünfte übertragen lässt“, beschreibt Ulrike Feucht, Head of Design in Zürich, die Konzeption der Räume. Jedes Bewohnerzimmer bietet Variationsmöglichkeiten. Die Räume können auf diese Weise sowohl funktional für das Pflegepersonal als auch den individuellen Bedürfnissen der Bewohner entsprechend eingerichtet werden.

Die kompakte Gebäudeplanung und zentrale Anordnung der betrieblichen Räume bedeuten kurze Wege für das Personal. Es gibt zwei unabhängige Wohngruppen in einer Pflegeabteilung pro Geschoss. Jedes Stockwerk ist mit zentralen Stationszimmern und dazugehörigen Räumen effizient organisiert. Aufenthaltsnischen entlang der Korridore ergänzen die Gebäudeplanung. Jede Wohngruppe verfügt über einen eigenen Zugang zu den innenliegenden Raumblöcken. Von hier aus gelangt man auch zum Rundlauf durch den anliegenden „Sinnesgarten“ im Freien.

Wettbewerbsteam: Ulrike Feucht (Head), Esperanza Martinez Avilés, Caterina Guglielmi, Jana Schall, Christa Schmidt

Lichtdurchflutetes Aufenthalsräume mit Blick auf den Sinnesgarten. Visualisierung: ATP
Lichtdurchflutetes Aufenthalsräume mit Blick auf den Sinnesgarten. Visualisierung: ATP
Plan: ATP Zürich
Plan: ATP Zürich

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