Bei der VZI-Auftaktveranstaltung zum Thema „Bildung-Beruf-Bedarf-Berechtigung“ diskutierte ATP-CEO Prof. Christoph M. Achammer mit namhaften Experten.
Wien, 26. April 2010 – Im Rahmen eines Jahreszyklus will der Verband der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe (VZI) zusammen mit der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland, sowie dem Fachverband Ingenieurbüros die vier Zukunftsthemen abhandeln und daraus Forderungen an die Politik formulieren. Zum Start im Kuppelsaal der TU Wien eingeladen waren neben ATP-CEO Prof. Christoph M. Achammer, Prof. Peter Skalicky, Rektor der TU, Prof. Bijan Amini und Prof. Rudolf Taschner, die in Zweier-Konfrontation unter der Leitung von Gerfried Sperl miteinander diskutierten.
Dabei forderte Achammer eine intensivere Auseinandersetzung zwischen Professoren und Studenten, die aber z.B. in der TU bei einem Verhältnis von 1:30 bei Lehrenden zu Lernenden unmöglich sei. Darüber hinaus könne man von 18-jährigen Studenten nicht erwarten, dass sie genau wissen, was sie für ihr zukünftiges Leben an Bildung benötigen. In diesem Sinne widersprach er Rektor Skalicky, der in der Bildung eine Holschuld und das Bildungsangebot durch die Universitäten gedeckt sah.
Prof. Amini will den Studenten über das Fach hinausgehend Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit oder Krisenbewältigung anhand freiwilliger Vorlesungen vermitteln, während Prof. Taschner vor allem die Qualität der Professoren verbessern will. Dies würde, so der Grundtenor aller, allerdings nur durch eine Erhöhnung der Studiengebühren möglich sein.
Alle vier Referenten kritisierten den Bologna Prozess, wenn er nur auf Gleichmachung ausgerichtet ist und damit zum Downgrading führt. Dadurch bliebe auch die Individualität außer Acht und die Universitäten könnten sich nur mäßig profilieren. Es habe sich zudem gezeigt, dass die Mobilität der Studenten seither sogar abgenommen habe, da sich die Universitäten im Lehrangebot nicht mehr stark unterscheiden.

v.l. Wilhelm Reismann (VZI), Prof. Bijan Amini, Rektor Peter Skalicky (TU Wien), Prof. Rudolf Taschner, Prof. Christoph Achammer

Der Kuppelsaal der TU Wien
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